COP: ein vergleichbarer Prüfpunkt
Der Coefficient of Performance setzt abgegebene Wärmeleistung und aufgenommene elektrische Leistung an einem festgelegten Betriebspunkt ins Verhältnis. Ein COP von 4 bedeutet: Unter genau diesen Bedingungen werden aus einer Einheit Strom vier Einheiten Wärme bereitgestellt. Der Wert verändert sich mit Quellen- und Heizwassertemperatur. Deshalb dürfen COP-Werte nur bei identischen Prüfbedingungen verglichen werden.
SCOP und JAZ gehen weiter
Der SCOP berücksichtigt mehrere standardisierte Betriebspunkte und Temperaturhäufigkeiten. Er ist hilfreicher als ein einzelner COP, bildet aber nicht automatisch das konkrete Haus ab. Die JAZ wird aus tatsächlich abgegebener Wärmemenge und eingesetzter elektrischer Energie über einen längeren Zeitraum berechnet. Dabei muss klar sein, ob Heizstab, Quellenpumpe und Heizkreispumpen innerhalb der Messgrenze liegen.
- COP-Betriebspunkt vergleichen
- SCOP-Klimazone beachten
- Messgrenze der JAZ dokumentieren
- Heizstab separat auswerten
Welche Zahl gehört ins Angebot?
Verlangen Sie nicht nur den besten COP. Der Fachbetrieb sollte eine erwartete Jahresarbeitszahl für das geplante System nennen und Wärmequelle, Auslegungstemperatur, Heizkurve und Warmwasser zugrunde legen. Nach der ersten Heizperiode wird die Prognose mit Messwerten verglichen. Größere Abweichungen sind ein Anlass, Temperaturen, Volumenströme, Heizstabeinsatz und Regelzeiten systematisch zu prüfen.
Kennzahlen werden erst wertvoll, wenn Betriebspunkt, Messgrenze und Gebäude bekannt sind.
