Der Mehrpreis entscheidet
Ist die alte Heizung ohnehin fällig, ist ihr realistischer Ersatzpreis Teil der Vergleichsbasis. Nur gegen „weiter wie bisher für null Euro“ zu rechnen verzerrt die Amortisation.
Investition · Betrieb · Lebenszyklus
Gesamte Investition und ohnehin nötige Ersatzheizung auseinanderhalten – dann laufende Kosten über bis zu 30 Jahre vergleichen.
Ist die alte Heizung ohnehin fällig, ist ihr realistischer Ersatzpreis Teil der Vergleichsbasis. Nur gegen „weiter wie bisher für null Euro“ zu rechnen verzerrt die Amortisation.
Strom, Brennstoff und Wartung aus echten Angeboten oder mehreren Abrechnungsjahren eintragen. Prospektwerte sind kein Ersatz für den Wärmebedarf des Gebäudes.
EnergieSchweiz nutzt in seinem Heizungsvergleich ebenfalls eine angenommene durchschnittliche Lebensdauer von 20 Jahren und betrachtet Investition, Betrieb, Unterhalt und Energie gemeinsam.
Die Amortisationszeit beantwortet nur, wann die kumulierten Einsparungen eine Mehrinvestition rechnerisch erreichen. Sie sagt nicht automatisch, welches System über die Lebensdauer günstiger ist. Deshalb zeigt der Rechner zusätzlich die gesamten Zahlungen beider Varianten und den Saldo am Ende des gewählten Zeitraums.
Das Umweltbundesamt empfiehlt bei Wirtschaftlichkeitsvergleichen die relevanten Lebenszykluskosten zu berücksichtigen: Anschaffung, Energie, Wartung und weitere Folgekosten. Finanzierung, Steuerwirkung, Restwert und ungeplante Reparaturen bleiben hier bewusst außerhalb des Schnellchecks.
Für die Wärmepumpe sollten erwarteter Stromverbrauch, Wärmepumpentarif, Grundpreis und möglicher Heizstabeinsatz zusammenpassen. Bei der alten Heizung gehören Brennstoff, Schornsteinfeger, Wartung und typische Hilfsenergie in die Vergleichskosten.
Niemand kennt Energiepreise in 10 oder 20 Jahren. Zwei getrennte Änderungsraten zeigen deshalb keine Vorhersage, sondern eine Wenn-dann-Rechnung. Testen Sie mindestens ein konservatives, ein neutrales und ein für die Wärmepumpe ungünstiges Szenario.
Wenn das Ergebnis nur bei extremen Preisannahmen positiv wird, ist es keine robuste Investitionsentscheidung.
Eine günstige Rechnung rettet keine falsch ausgelegte Anlage. Heizlast, Vorlauftemperatur, Heizflächen, Schall, Hydraulik und Modellleistung müssen vorher plausibel sein. Die tatsächlichen Verbrauchswerte der ersten Heizperiode entscheiden anschließend, ob die Kalkulation erreicht wird.
Rechengrundlage