Die einfache Formel richtig nutzen

Benötigt das Haus 20.000 kWh Wärme für Heizung und Warmwasser und erreicht die Wärmepumpe eine JAZ von 4, ergibt sich ein Strombedarf von etwa 5.000 kWh. Bei einer JAZ von 3 steigt er auf rund 6.667 kWh. Der bisherige Brennstoffverbrauch darf nicht ungeprüft als Wärmebedarf übernommen werden, weil Öl- und Gaskessel Verluste haben und einzelne Jahre unterschiedlich kalt ausfallen.

Diese Faktoren verändern das Ergebnis

Wärmequelle, Außentemperatur, Vorlauf, Warmwassertemperatur und hydraulische Einbindung bestimmen den Strombedarf. Auch Abtauvorgänge, Zirkulation und Heizstab gehören zur Realität. Rechnen Sie deshalb ein günstiges, realistisches und konservatives Szenario. So wird sichtbar, ob die Entscheidung nur mit einer optimistischen JAZ funktioniert oder auch bei weniger guten Bedingungen wirtschaftlich robust bleibt.

  • Wärmebedarf inklusive Warmwasser
  • Realistische JAZ statt bester COP
  • Kompletter Stromtarif
  • Heizstab und Nebenaggregate einbeziehen

Nach dem Einbau messen

Ein separater Stromzähler und ein Wärmemengenzähler machen die Jahresarbeitszahl nachvollziehbar. Monatliche Werte zeigen früh, ob die Anlage im Winter auffällig viel Strom braucht oder im Sommer unnötig häufig Warmwasser nachlädt. Ein einzelner Monat ist noch kein Urteil; nach einer vollständigen Heizperiode lassen sich Heizkurve, Sperrzeiten und Warmwasserprogramme sinnvoll vergleichen und verbessern.

Ohne Wärmemenge ist hoher Stromverbrauch schwer einzuordnen: Ursache kann schlechte Effizienz oder schlicht hoher Wärmebedarf sein.